Grundsätzliches
Ein Islandtrip ist grundsätzlich erst mal etwas anderes als eine Radtour in Deutschland oder Mitteleuropa. Das ist wohl auch jedem klar, und ein Grund dafür, das Land überhaupt als Ziel auszusuchen. Island liegt im Nordatlantik, der berüchtigt ist für seine Stürme. Das „Island-Tief“ ist ein stehender Begriff. Die Ausrüstung kann und wird also einen maßgeblichen Einfluss auf das Erfolg und den Erholungswert der Tour haben.
Dabei sollte sich jeder über seine Präferenzen klar werden. Wir zwei haben uns auf die Leichtgewicht-Strategie festgelegt. Wir haben nicht mehr mitgeschleppt als unbedingt nötig. Mir persönlich hat dabei auch nichts gefehlt. Es gibt aber nun auch Menschen, die beispielsweise einen höheren Anspruch an die Vielfalt der Ernährung stellen. So kann das Gewicht der Ausrüstung pro Person leicht zwischen 15 kg und 50-60 kg Gepäck schwanken. Dabei sind zwei oder drei Leute natürlich im Vorteil, da sie einige Dinge wie Zelt, Kocher, Geschirr, Zahnpasta, etc. unter sich aufteilen können, während der Einzelreisende alles alleine schleppen muss.
Unsere gut 20 kg pro Person haben uns nicht nennenswert behindert, auch an den Steigungen nicht. Ich bezweifele aber, dass man mit 50 kg Gewicht die schweren Steigungen noch so ohne weiteres erklimmt.
Es muss sich also ein jeder selbst überlegen und entscheiden, was er alles mitnehmen will. Leichtgewicht ist auch eine Frage der Kosten, schließlich kostet ein leichter Schlafsack mehr als ein schwerer. Vor der Gewichstfrage stellt sich natürlich immer die Qualitätsfrage. Ist diese für die entscheidenden Punkte der Tour angemessen geklärt, sollte dem Vergnügen von dieser Seite, unabhängig vom Gewicht, nichts mehr entgegen stehen.
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